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Mompracem,
Palast des Sultans, Thronsaal
Herold:
Der freundliche Sultan Abdullah I von Mompracem....
Heisst den militärischen Berater, der vom Kaiser von Preussen Geschickt
wurde, willkommen.
Yanez/Stirnen:
Colonel von Stirnen unter Truffen.
Abdullah:
Es erfreut mich, dass Euer Kaiser und mein würdiger Neffe,
Wilhelm der
I Von Preussen......
Einen Ratgeber auf diese Insel schicken wollte...
Die so weit weg von seinem eigenen berühmten Land liegt.
Yanez/Stirnen:
Haben Sie auch deutsches Bier?
Abdullah:
Bitte? Sie
meinen deutsches Bier?
Bedauerlicherweise
nein.
Yanez/Stirnen:
Nun ja, es ist ein Jammer.
Ihr
Land ist auch berühmt.
Abdullah:
Wurde dort über uns gesprochen?
Yanez/Stirnen:
In der Tat einmal.
Wilhelm
der I fragte: Wie heisst diese Insel von König Abdullah?
Abdullah:
Abdullah?
Yanez/Stirnen:
Das sagte ich.
Wilhelm
der I. sagte: Er wird nicht mehr lange König sein. Der König
ist zu gut.
Abdullah:
So wurde also in Europa über mich gesprochen?
Aber
das klappt nicht.
Sag’
meinem Neffen, dass das nicht an mir liegt.
Ich
bin fest genug, aber meine eigenen Minister hintergehen mich.
Yanez/Stirnen:
Was nötig ist, ist eine feste Hand und eine eiserne Faust.
Abdullah:
Absolut Colonel.
Sie
treffen mich in einem recht schwierigen Moment an.
Es
steht nämlich ein kleiner Krieg bevor.
Und
die Verteidigung längs der Küste muss unverzüglich verstärkt
werden.
Yanez/Stirnen:
Mein preussisches Vaterland ist gross und mächtig geworden.....
Weil
wir uns ein paar Dinge vor Augen gehalten haben.
Selbst
die meisten kraftvollen Feinde haben einen Schwachpunkt.
Und
nach meiner Meinung liegt ihr Schwachpunkt bei Ihren Ministern.
Möglicherweise
sind sie nicht einmal Ihres Vertrauen würdig.
Gemäss
den preussischen Regeln müssen Sie dort beginnen. Bei ihnen.
Suchen
Sie das Unkraut, packen Sie es mit der Hand und reissen Sie es bis
zur Wurzel aus.
Abdullah:
Ganz recht.
Meine
feste Hand und eiserne Faust.
Yanez/Stirnen:
Erster Teil der Mission erfüllt. Zwietracht beim Sultan gesät.
Und
nun zum militärischen Teil. Weißt Du bereits etwas?
Kammamuri:
Wie hast Du Dir das vorgestellt?
Ich
kann hier im Palast zu keiner Seite hinaus. Überall sind Wachen.
So
ist nichts zu finden. Fast nichts, jedenfalls.
Das
Pulvermagazin liegt unter dem Haupttor, zehn Wächter.
150
Soldaten, 42 Unteroffiziere, 18 Offiziere.
Zwei
Kanonen , ein Ort mit ein paar Dutzend Einwohnern.
Die
Frauen sind hässlich. Auf ein Danach!
Ich
sehe sie über eine halbe Stunde.
Falls
meine Aufgabe darin besteht.
Sarawak,
Kampong Bahru
Marak:
Kampong Bahru.
Sandokan:
Kommt.
Jamilah:
Was ist hier los?
Sind
wir so furchteinflössend?
Sandokan:
Kein Ayerduck und keine anderen Tiger.
Marak:
Ayerduck, ich bin es, Marak.
Ayerduck,
hörst Du mich?
Warum
antwortet dort niemand?
Terehing:
Ich bin Terehing, ich bin hier auf der Ebene geboren.
Warum
helft ihr uns nicht?
Wo
ist er?
Hier
ist jemand, der für ihn über das Meer gekommen ist.
Vater
von Giro Batol: Ich danke Gott, dass ich Dir begegnen darf.
Sandokan:
Weißt Du wer ich bin?
Vater
von Giro Batol: Mein Sohn ist für Dich gestorben.
Sandokan:
Wie hiess er?
Vater
von Giro Batol: Giro Batol.
Er
ist auf Mompracem gestorben.
Lange
zuvor.
Sandokan:
Bist Du sein Vater? Er war der Mutigste von uns allen.
Er
ist als Held gestorben.
Vater
von Giro Batol: Ayerduck konnte nicht auf Dich warten. Es war zu
gefährlich.
Die
Soldaten von Brooke kommen wegen unserer doch so mageren Ernte.
Aber er ist nicht fern. Er verliess das Dorf nachts im Licht
des Polarsterns. Geh’ durch die Reisfelder und folge den Sternen
bis zum Wald. Dann weiter bis zu einem offenen Platz mit den
Resten einer steinernen Stadt. Dort wirst Du sie finden.
Geh
schnell, Ayerduck wartet nicht sehr lang.
Tochter
von Giro Batol: Aber wir brauchen Dich.
Morgen
kommen die Soldaten, um unseren Reis und alles mitzunehmen.
Und Du gehst einfach weg.
Kämpfe
mit ihnen, töte sie, Du bist Sandokan.
Sohn
von Giro Batol: Halte Deinen Mund, Du.
Sandokan
hat eine Aufgabe von sehr grosser Tragweite zu erfüllen.
Die
Tiger zusammenzubringen und Mompracem zu erobern.
Tochter
von Giro Batol: Aber Mompracem liegt so weit weg.
Seit
unser Vater tot ist....
Haben
mein Bruder und ich nur noch allein von Dir gesprochen....
Wir
haben so lange gewartet und ich habe jede Nacht von Dir geträumt.
Dann
träumte ich, dass Du zurückkamst und uns bei allem geholfen
hast.
Wie
morgen mit den Soldaten.
Vater
von Giro Batol: Ruhig. Meine Enkel wissen nicht was sie sagen. Sie
ist ein Mädchen und
er ist nicht auf der Schule gewesen. Vergib ihnen!
Sandokan:
Ich würde mein Leben für diese Kinder geben....
Aber
ich habe zu lange mit jedem Feind gekämpft, der mir über den
Weg lief. Ich habe mich zu lange durch jedes Hindernis aufhalten lassen.
Und mein wirklicher Feind konnte dadurch immer wieder zu entkommen.
Dieses Mal darf das nicht geschehen. Vergebt mir!
Sarawak,
auf dem Weg zur steinernen Stadt
Jamilah:
Sandokan. In diesem Moment berauben überall auf der Welt.... Soldaten
Bauern ihrer Ernte.
Und
selbst Du tust nichts.
Sandokan:
Aber ich bin hier. Und möglicherweise kann ich auch etwas tun.
Falls
man der kleinen Herausforderung aus dem Wege gehst...
Wird
man die grosse niemals meistern.
Geh.
Ayerduck kann nicht mehr länger warten.
Sag’
ihm, dass ich versuche, Euch so schnell wie möglich einzuholen.
Jamilah:
Ich liebe Dich.
Warum
sollte ich es noch länger verbergen?
Es
ist mein Herz, das so spricht, aber ich weiss, dass Du gelitten hast.
Darum
lasse ich Dich gehen um zu kämpfen und möglicherweise zu sterben.
Ich liebe Dich Sandokan, aber ich habe auch Angst.
Ich
habe Angst um Sandokan. Um Dich. Aber ich liebe Dich nicht gegen
Deinen Willen. Ich sage nichts mehr. Geh, Sandokan.
Wenn
wir uns wiedersehen, schäme ich mich möglicherweise hierfür.
Aber
jetzt nicht. Mein Herz zerspringt möglicherweise vor Angst. Aber
auch vor Freude.
Sarawak,
Kampong Bahru
Sohn
von Giro Batol: Schau, der Karren kommt wieder zurück.
Tochter
von Giro Batol: Sandokan.
Sarawak,
Urwald von Ebu nach Kampong Bahru
Ebu:
Fremdling, Du sollst gut genesen.
Die
Sonne und die Erde werden Dich gesund machen.
Ich
bin Ebu.
Falls
Ebu die Ameisen nicht aufisst, essen die Ameisen den Fremdling
auf. Mein Bauch ist voll.
Der
Fremdling lacht, es geht ihm also besser. Ich bin froh.
Sandokan:
Du hast mir das Leben gerettet. Das werde ich nicht vergessen.
Wie
viele Tage bin ich hier schon?
Ebu:
Was sind Tage?
Sandokan:
Wie viel mal ist die Sonne schon untergegangen?
Ebu:
Du meinst Sterne. Zweimal Sterne. Zwei Tage.
Sandokan:
Wo ist die steinerne Stadt?
Ebu:
Ebu findet sie wohl.
Fremdlinge!
Sandokan:
Aber wir haben unsere Waffen.
Ebu:
Das ist nicht genug.
Der
Kopf des Fremdlings ist verletzt und der von Ebu auch.
Die
Dayaken wollen Köpfe, die unbeschadet sind.
Nein,
schau. Giftige Pflanzen. Nicht trinken.
Sonst
stirbt der Fremdling.
Tremal
Naik: Trink’ doch dies, Sandokan!
Dieser
Urwald ist voller Stimmen. So konnte ich Dich leicht wiederfinden.
Sandokan:
Komm’ doch. Er ist kein Feind.
Er
hat mir dreimal das Leben gerettet. Ein weiser Mann.
Tremal
Naik: In diesem Urwald ist jeder weise, auch die Dayaken.
Sie
sind unsere Freunde geworden.
Sandokan:
Komm wir gehen wieder weiter.
Sarawak,
die steinerne Stadt
Brooke:
Sandokan ist unterwegs. Die Information stimmte.
Unsere
Zusammenarbeit ist beendet.
Nimm’
Deine Belohnung und reise ab.
Teotokris:
Ich danke Dir. Du bist sehr grosszügig gewesen.
Brooke:
Im Gegenteil. Im Tausch für Sandokan hast Du mich so um etwas
ersuchen können. Aber Du nimmst bereitwillig ein Mischlingsmädchen.
Geh’ nur. Auf Deinem Weg wird Dir niemals ein Thron
in den Schoss fallen.
Teotokris:
Brooke hat Dich mir gegeben.
Dein
Schicksal ist mit dem meinigen verbunden.
Jamilah:
Ich fühle nichts als Hass für Dich.
Teotokris:
Ich liebe Dich mehr als ich jemals für möglich gehalten
hätte.
Jamilah:
Wer von Sandokan geliebt wird, kann nicht von Dir geliebt werden.
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Ebu:
Hier ist kein Urwald mehr. Ebu hat den Weg gut gefunden.
Unter
dem Felsenkies ist die Stadt aus Stein.
Sandokan:
Ayerduck!
Brooke!
Brooke!
Brooke:
Nehmt ihm die Waffen ab.
An
die Mauer dort.
Dieses
Mal ist der Tiger gezähmt.
Sandokan:
Doch der Tiger lässt sich nur töten.
Brooke:
Genau das wird geschehen.
Ich
lasse Dich nicht lebend mitnehmen, um Dich in der Öffentlichkeit
hängen zu lassen. Das Urteil wird hier vollstreckt.
Sandokan:
Aber pass’ auf, dass mein Leichnam nicht aus der Erde kommt, um
Dich zu verfolgen. Selbst der Tod macht meinem Hass kein Ende.
Brooke:
Mir ist das gleich. Aber in diesem Leben kannst man nun einmal nicht
mehr vom Tod verlangen. Bildet das Platoon. Vorderste Reihe, niederknien!
Ladet das Gewehr! Legt an!
Brooke:
Schnell.
Giro
Batol: Die Menschen vom Kampong Bahru sind endlich aus ihren Häusern
gekommen. Sie haben dank Dir ihren Mut zurück und wollen mit Dir
nach Mompracem.
Du
hast just den Mut Deines Vater. Wie heisst Du?
Seit
heute heisse ich genau wie er: Giro Batol.
Mompracem
ist jetzt noch näher.
Mompracem,
Palast des Sultans, Truppenübungsplatz
Yanez/Stirnen:
Mein Kompliment, Kapitän. Sie haben strategisch günstige
Orte besetzt.
Waffen und Munition im Überfluss.
Geschätzt
mindestens zweitausend Stück.
Ganz
schön.
Prächtig.
Kapitän:
Eines ist sicher.
Es
ist unmöglich hier an Land zu gehen.
Yanez/Stirnen:
Wir bringen uns sogleich in eine andere Position.
Kapitän,
man muss den preussischen Regeln folgen.
Wo
kann man am leichtesten an Land kommen.
Kapitän:
Zweifellos hier.
Yanez/Stirnen:
Und Sandokan weiss das?
Kapitän:
Besser als jeder andere.
Yanez/Stirnen:
Dann weiss er auch, dass die Kanonen hier stehen. Er
wird brüllend vor Lachen irgendwo anders an Land gehen.
Kapitän:
Aber das ist fast unmöglich.
Yanez/Stirnen:
Nicht für Sandokan. Der kennt diese Insel wie seine Westentasche.
Weißt
Du das nicht selbst?
Bringen
Sie die Kanonen vor Einbruch des Abends in eine andere Position.
Mompracem,
Palast des Sultans, Frauengemächer
Abdullah:
Lass sie sehen, wie gut Du tanzen kannst.
Humar:
Ich tanze heute nacht für Dich allein.
Abdullah:
Nein, jetzt. Für alle.
Du
bist die Tochter von Sandang, die Sandokan suchen ging.
Jamilah:
Das stimmt.
Abdullah:
Ich könnte Dich töten. Weißt Du das?
Aber
Teotokris will Dich verschonen.
Du
bist so schön.
Und
ich habe ein grosses Herz. Ich vergebe Dir.
Setz’
Dich! Vorwärts.
Komm’
sitz’ bei mir.
Humar
ist lästig und sie kann nicht tanzen.
Du
kannst ihren Platz einnehmen. Jetzt und nachts.
Hilfe,
Wachen!
All
das Blut. Du hast mir wehgetan.
Ich
bin verwundet.
Keine
Gnade mehr für Dich.
Das
wirst Du mit dem Leben bezahlen.
Morgen
wirst Du enthauptet.
Dein
Kopf wird drei Tage lang für alle zu sehen sein.
Jamilah:
Manchmal muss man sterben, um frei zu sein.
Abdullah:
Bringt sie weg!
Weg
von hier!
Mompracem,
Palast des Sultans, Jamilahs Gefängnis
Yanez/Stirnen:
Nennst Du das Wache halten, elender Waschlappen?
Glückwunsch,
Sergeant.
Ich
bin dicht bei den Toren und Sie sehen und hören nichts.
Verdoppeln
Sie die Bewachung! Eure Gefangene ist eine Frau.
Jeder
Gefangene, ob Mann oder Frau kann gefährlich sein.
Sergeant:
Das ist so Colonel.
Yanez/Stirnen:
Schön so.
Und
dann geh’ ich jetzt das "Ungeziefer" inspizieren.
Zusammen
mit meinem Diener.
Sergeant:
Gehen Sie weiter!
Yanez/Stirnen:
Oh ja? Weißt Du denn sicher, dass das mein Diener ist?
Das
musst Du kontrollieren.
Sergeant:
Sogleich. Lass uns Dein Gesicht sehen, so dass wir Dich erkennen
können.
Kontrolle
durchgeführt.
Yanez/Stirnen:
Prächtig. So hält man Wache.
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Jamilah:
Ist es schon Zeit?
Yanez/Stirnen:
Es ist schon sehr spät. Schnell.
Jamilah:
Yanez!
Yanez/Stirnen:
Es ist keine Zeit zu verlieren. Wir sind alle in Gefahr.
Vorwärts!
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Yanez/Stirnen:
Sergeant?
Sergeant:
Zu Ihren Diensten.
Yanez/Stirnen:
Wenn die Gefangene entkommt, mache ich Sie persönlich verantwortlich.
Sergeant:
Das wird nicht geschehen.
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Teotokris:
Gehen Sie wieder? Aber so bleiben Sie doch noch!
Yanez/Stirnen:
Wenn ich mich nicht täusche, sind wir uns schon begegnet.
Teotokris:
Bedauerlichweise ja, für Sie.
Nehmt
Yanez de Gomera gefangen!
Mompracem,
Strand
Kammamuri:
Sandokan.
Ich
habe schlechte Neuigkeiten.
Mompracem,
Dschungel, Richtplatz
Teotokris:
Jamilah, Heute sterbe ich auch ein wenig.
Jamilah:
Du bist schon gestorben, als Du zum Feind überliefst.
Du
bist schon tot und begraben.
Abdullah:
Dein Blut wird reichlich über diese Erde fliessen.
Vorwärts.
Sandokan:
Steh auf, Jamilah!
Abdullah:
Worauf wartet Ihr noch? Tötet ihn!
Teotokris:
Sie sitzen in den Büschen.
Tremal
Naik: Sie sind zu Pferd geflüchtet.
Sandokan:
Wir sehen sie wohl beim Palast wieder.
Mompracem,
Ebene vor dem Palast des Sultans
Kammamuri:
Die Rangers von Brooke. Was bedeutet das?
Ein
Tiger: Nichts Gutes, jedenfalls.
Sandokan:
Was tut Ihr hier? Ist Brooke auf Mompracem?
Ranger:
In der Tat. Die Landungstruppen sind schon in der Nähe.
Der
weisse Radscha sendet eine Nachricht:
Yanez
de Gomera ist unser Gefangener.
Wenn
Ihr den Palast angreift, stirbt Yanez.
Brooke
gibt Dir sein Wort darauf.
Mompracem,
Palast des Sultans, Turm
Brooke:
Wir haben Sie gehörig festgebunden, Senor. Oder Majestät?
Aber
das muss wohl sein, denn wir wollen natürlich nicht, dass Sie entkommen.
Yanez:
Auch wenn ich loskomme, dann werde ich noch nicht flüchten.
Lieber
versuche ich, Sie zu töten, Senor. Oder Hoheit.
Brooke:
Ihr Leben liegt in den Händen von Sandokan.
Yanez:
Ihres auch.
Brooke:
Sandokan greift in der Tat nicht an.
Dafür
liebt er seinen Bruder zu sehr.
Und
unterdessen gehen meine Truppen an Land.
Yanez:
Ich will Ihnen wirklich nicht widersprechen, aber auf dem anderen Ufer...
Scheint
doch wirklich etwas zu geschehen. Sehen Sie doch!
Unter
den Bäumen dort sehe ich viele Männer.
Aber
dies sind die "Tiger".
Und
sehe ich dort nicht Sandokan?
Was
für ein schöner Anblick! In
der Tat eine wunderbare Aussicht von hier.
Brooke:
Wenn wir ihn sehen, sieht er uns auch. Darum habe ich Sie hierher
gebracht. Sandokan wird dann sicher nicht angreifen. Das ist sicher.
Sie
haben doch nichts dagegen, dass ich gehe?
Yanez:
Im Gegenteil. Eine wahre Erleichterung.
Mompracem,
Palast des Sultans Verteidigungslinie der Engländer
Teotokris:
Sie sind stehengeblieben.
Brooke:
Dort steht er dann.
Es
muss ihn viel Mühe kosten...
Aber
sein Herz sagt: Nicht angreifen!
Indessen
verstreicht die Zeit.
Wenn
meine Truppen da sind, sitzen sie zwischen zwei Feuern.
Sie
sind verrückt geworden.
Warum
geht er doch zum Angriff über?
Abdullah:
Müssen wir nicht etwas tun?
Ihre
Truppen sind nie rechtzeitig hier.
Brooke:
Eröffnet das Feuer.
Sandokan,
Du weißt, dass ich mich immer an mein Wort halte.
Tötet
Yanez!
Teotokris:
Schauen Sie!
Ein
weiterer Sandokan.
Brooke:
Ergreift ihn! Das ist der echte Sandokan.
Sandokan:
Komm’ Bruder!
Yanez:
Ich sah umgehend, dass das nicht Du warst.
Ich
konnte mein Lachen fast nicht unterdrücken.
Sandokan:
Vorwärts!
Schnell!
Yanez:
Danke Dir, den hatte ich nötig.
Teotokris:
Macht sie nieder, bevor sie die Mauer erreichen.
Ein
Tiger: Dein Krummschwert.
Ein
Soldat: Nein, Sandokan.
Ein
Offizier: Feuer.
Eröffnet
das Feuer.
Mompracem,
Palast des Sultans, Frauengemächer
Jamilah:
Wo ist der Sultan?
Abdullah:
Wozu kommst Du? Um Rache zu nehmen?
Jamilah:
Nein. Das Volk von Mompracem wird über Dich urteilen.
Eine
Haremsdame: Pass auf!
Mompracem,
Palast des Sultans Verteidigungslinie der Engländer
Sandokan:
Wo ist Brooke?
Marak:
Auf dem Weg zum Strand.
Die
Landungstruppen sind dort.
Sandokan:
Wir müssen vor ihm dort sein.
Yanez,
Du übernimmst dieses Kommando.
Ich
übernehme Brooke.
Mompracem,
der Strand und das Dorf
Der
erste Tiger: Männer von Mompracem kommt nach draussen.
Hört
zu! Wir müssen Brooke aufhalten.
Sonst
ist Sandokan verloren und mit ihm Mompracem.
Wir
werden immer Sklaven bleiben.
Sandokan
braucht uns.
Kommt
nach draussen!
Wir
werfen sie in die See.
Der
zweite Tiger: Vorwärts.
Der
dritte Tiger: Treibt sie zurück in die See!
Mompracem,
der Dschungel
Brooke:
Nach zehn Jahren bin ich noch immer bereit, mein Leben für Sandokan
zu geben.
Mompracem,
auf der Verfolgung
Teotokris:
Du willst Brooke, aber ich will Dich!
Damals
als ich Griechenland verliess, habe ich mein Herz zurückgelassen.
Das
Herz, das in mir schlägt ist nicht von mir. Es ist schon tot.
Was
zählt ist, dass die Männer von Brooke Mompracem heute in einem
Meer von Blut ertränken. Und dieses Mal für alle Zeit. Ich
will ein Königreich
erobern und es ist mir ein Vergnügen, wenn Du das Deinige verlierst.
Mompracem,
der Dschungel
Brooke:
Lass sie von dort oben das Feuer auf das Dorf eröffnen.
Mompracem,
auf der Verfolgung
Sandokan:
Das Dorf.
Mein
Herz will Brooke, aber ich muss das Volk von Mompracem retten.
Mompracem,
der Strand
Brooke:
Das Siegeszeichen der Malayen.
Sergeant,
lassen Sie alle Männer wieder an Bord gehen.
Wir
haben keine Zeit zu verlieren.
Mompracem,
auf dem Hügel
Tremal
Naik: Die (Axt) kann ihm noch von Nutzen sein in dem grossen Urwald.
Yanez:
Wer war das?
Ich
habe ihn noch niemals zuvor gesehen.
Sandokan:
Mein Bruder. So wie Du es bist.
Brooke.
Komm’ zurück!
Hast
Du keinen Mut, um mit mir zu kämpfen?
Du
hast noch Männer genug.
Brooke!
Brooke!
Komm’
schauen, wie ein Volk geboren wird!
Schau’
auf die Flagge von Mompracem!
Komm’
zurück und ich bringe Dich eigenhändig um.
Yanez:
Du hast ihm genug geschadet. Ein toter Brooke kann wieder ersetzt
werden. Aber dieser verlässt uns mit eingezogenem Schwanz.
Auf
dem Meer, Boot
Ein
Soldat: Wir kommen zurück und machen Mompracem dem Erdboden
gleich.
Brooke:
Nein. Eines Tages stehen Sandokan und ich uns möglicherweise wieder
gegenüber. Aber nicht auf Mompracem. Es hat hier schon zu viele
Tote gegeben.
Brooke hat Mompracem auf immer verloren.
Mompracem,
auf dem Hügel
Sandokan:
Mompracem. Unser Mompracem.
Yanez:
Wir beginnen wieder aufs Neue und alles wird wieder wie es einmal war.
Sandokan:
Ja.
Yanez:
Wir gehen auf die Suche nach Schiffen, Waffen, Geld. Wir befahren
die Meere
und greifen jedes feindliche Schiff an.
Sandokan:
Ja.
Yanez:
Wir allein gegen Brooke und alle ausländischen Eindringlinge.
Sandokan:
Doch nicht ganz allein?
Unter
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